Proxmox Virtual Environment - Release von Version 9

Proxmox Virtual Environment 9.0 ist da. Das Major Release basiert auf Debian 13 „Trixie“ und bringt u. a. neue HA-Regeln, modernisierte SDN-Funktionen, eine überarbeitete mobile Weboberfläche sowie ZFS-Erweiterungen.

Verfasst von
Christian Schepp
Datum

Am 5. August 2025 hat Proxmox Server Solutions die stabile Version 9.0 von Proxmox Virtual Environment (PVE) veröffentlicht. Das Major Release bringt eine aktualisierte Systembasis auf Debian 13 „Trixie“, den Linux-Kernel 6.14.8-2, QEMU 10.0.2, LXC 6.0.4 und ZFS 2.3.3. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen neue Snapshot-Funktionen für LVM- und Dateisystem-Storage, High-Availability-Regeln für Node- und Ressourcen-Affinity, eine neue Fabric-Unterstützung im SDN-Stack, ein modernisiertes mobiles Webinterface sowie zahlreiche Verbesserungen bei VM-, Container- und Storage-Funktionen.

Zu den offiziellen Release Notes

Version 9.0 Highlights

  • Snapshots auf thick-provisioned LVM und weiteren Storage-Backends (Technologie-Vorschau)
    Neue Einstellung ermöglicht Snapshots als Volume-Ketten, auch auf gemeinsam genutztem LVM-Storage, NFS oder CIFS.
     
  • High-Availability-Affinity-Regeln
    Neue Node- und Resource-Affinity-Regeln erlauben präzise Steuerung, wo HA-Ressourcen wie VMs und Container platziert werden.
     
  • Fabrics im SDN-Stack
    Unterstützung für OpenFabric- und OSPF-basierte Fabrics als Basis für Ceph-Full-Mesh oder VPN-Underlay-Netzwerke.
     
  • Modernisierte mobile Weboberfläche
    Komplett überarbeitet in Rust mit Yew-Framework, optimiert für schnellen Zugriff und grundlegende Verwaltungsaufgaben von unterwegs.
     
  • Erweiterte ZFS-Funktion
    ZFS 2.3.3 unterstützt das Hinzufügen neuer Geräte zu bestehenden RAIDZ-Pools mit minimaler Downtime.
     
  • Live-Migration mit Conntrack-State
    Optionaler Transfer des Connection-Tracking-Status beim Verschieben laufender VMs verhindert Verbindungsabbrüche.
     
  • Unprivilegierte Container als Standard
    Erhöhte Sicherheit durch Standarderstellung unprivilegierter LXC-Container, auch via API und CLI.
     
  • Erweiterte Metriken für Gäste und Nodes
    Zusätzliche Statistiken zu CPU-, IO- und Speicher-Nutzung sowie granulare RRD-Aggregation.
     
  • Verbesserungen im Installer
    Automatische Installation passender Microcode-Pakete, erweiterte Plausibilitätsprüfungen und Robustheit bei Btrfs-Installationen.

Was ist Proxmox VE?

Leistungsstarke Virtualisierung mit Open Source

Proxmox Virtual Environment (Proxmox VE) ist eine frei verfügbare Open-Source-Plattform zur Virtualisierung von Servern und Containern. Basierend auf KVM und LXC ermöglicht Proxmox VE den Betrieb gemischter Workloads mit effizientem Ressourcenmanagement, integriertem Storage- und Netzwerk-Management sowie leistungsfähigen Clustering-Features.

Eigene Erfahrung: So setzen wir Proxmox VE ein

Seit 2014 nutzen wir Proxmox VE in verschiedenen Clustern für den Betrieb und die Verwaltung unserer On-Premise- sowie Public-Hosting-Infrastrukturen. Dabei schätzen wir die hohe Zuverlässigkeit, die einfache Bedienbarkeit und die Flexibilität beim Ausbau und der Automatisierung komplexer Setups.

Warum PVE? – Die USPs auf einen Blick

  • Vollwertige Virtualisierungsplattform für VMs und Container
  • Integriertes Cluster- und HA-Management
  • Flexible Storage-Anbindung (lokal, SAN, Ceph, ZFS, S3-kompatible Cloud-Speicher über Proxmox Backup Server)
  • Leistungsfähiges Webinterface und REST-API
  • Keine Lizenzkosten, transparente Weiterentwicklung

PVE als echte Open-Source-Alternative

Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom herrscht in vielen IT-Abteilungen Unsicherheit: Unklare Roadmap, neue Lizenzmodelle, hohe Kosten. Proxmox VE ist hier eine stabile und transparente Alternative – komplett Open Source, aktiv weiterentwickelt und für vielfältige Einsatzzwecke geeignet. Der Umstieg lohnt sich – technisch wie finanziell.

Unterstützung bei der Migration?

Wir begleiten seit Jahren Organisationen bei der Einführung und dem Betrieb von Proxmox – ob als Ersatz für VMware oder als Grundlage für neue IT-Infrastrukturen. Gerne unterstützen wir auch bei Analyse, Konzeption und Migration bestehender Umgebungen.

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